LEDtronix beschichtet automatisiert mit Coatingsystem von PVA

Flexible Beschichtung im High-Mix-Umfeld

Zuverlässigkeit über Jahre ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer technischer Entscheidungen. LEDtronix hat früh erkannt, dass Schutzbeschichtung ein entscheidender Faktor für langlebige Elektronik im industriellen Einsatz ist – und konsequent investiert.


Die Anforderungen an eine partielle Schutzbeschichtung kamen bei LEDtronix sehr früh aus dem Markt. Bereits einer der ersten Großkunden setzte Elektronik in Geräten ein, die dauerhaft an Heizkörpern montiert sind. Temperaturwechsel, Betauung und Feuchtigkeit gehörten damit zum realen Einsatzszenario: „Wenn Baugruppen zehn oder zwölf Jahre im Feld zuverlässig funktionieren sollen, müssen insbesondere feine Anschlüsse – etwa an Mikrocontrollern – wirksam vor Korrosion geschützt werden“, erklärt Hendrik Ohm, Geschäftsführer von LEDtronix. Vor diesem Hintergrund entschied sich das Unternehmen früh für die Einführung eines automatisierten Beschichtungssystems von PVA.


Präzision als Schlüsselkriterium

Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von PVA war die technische Ausstattung der Anlage. Bereits vor rund zehn Jahren verfügte die Delta-Plattform über ein Vision-System zur exakten Erkennung von Passermarken. Damit lassen sich Nutzendaten präzise anfahren und reproduzierbare Lackierergebnisse erzielen – ein entscheidender Vorteil insbesondere bei komplexen Baugruppen und selektiver Beschichtung.


Heute profitiert LEDtronix zusätzlich von der Nachrüstbarkeit der Anlage. Während anfangs ausschließlich Dünnschichtlacke verarbeitet wurden, stehen inzwischen mehrere Ventiloptionen zur Verfügung: vom breiten Sprühventil für flächige Beschichtung bis hin zu Ventilen für dickere Lacke, um mit Damm&Fill-Applikationen das unkontrollierte Verlaufen in kritische Bereiche wie Steckverbinder zu unterbinden.

Automatisierter Prozess, flexibel integriert

Das PVA-System ist bei LEDtronix als Insellösung in den Fertigungsprozess eingebunden. Fertige Baugruppen werden magaziniert zugeführt, beschichtet und wieder ausgeschleust. Ein- und Ausgabestationen von YJ Link sorgen für einen stabilen Materialfluss.


Der gesamte Lackierprozess läuft nach einmaliger Programmierung vollautomatisch. Gefertigt wird überwiegend im Einschichtbetrieb, bei Bedarf mit verlängerter Schichtdauer in Lastspitzen. Damit bleibt der Beschichtungsprozess flexibel und skalierbar – passend zur High-Mix-/Mid-Volume-Ausrichtung des EMS-Dienstleisters.


Programmierung und Prozesskontrolle in der Praxis

Die Programmierung der Beschichtungsjobs erfolgt mit der PVA-Software Pathmaster. Nutzenprogramme, Subroutinen und kameragestützte Feinoptimierung ermöglichen es, auch komplexe Leiterplatten effizient zu bearbeiten. Aktuell sind bei LEDtronix mehrere hundert Programme im Einsatz.


„Der Operator entscheidet selbst über Ventil, Lackiermuster und Parameter. Mit der Kamera lassen sich Start- und Endpunkte sowie Lackmenge und Geschwindigkeit präzise anpassen“, erklärt Maschinenbediener Mohsen Hamvardpour. Trotz der materialabhängigen Prozesssensitivität – Lack reagiert auf die Umgebungstemperatur– sei eine stabile und reproduzierbare Qualität erreichbar, wenn Parameter sauber beherrscht werden.


Lernkurve mit messbarem Nutzen

Wie bei vielen Beschichtungsprozessen war auch bei LEDtronix eine Anlaufphase erforderlich. Themen wie Lufteinschlüsse unter Bauteilen oder Blasenbildung wurden durch Anpassung der Programme systematisch gelöst. Heute erzielt das Unternehmen gleichmäßige, saubere Beschichtungsergebnisse, die den Langzeitschutz der Baugruppen sicherstellen.

Zum Einsatz kommt überwiegend der Automotive-Lack SL1307 von Peters, ergänzt durch spezielle Dickschichtvarianten. Die Trocknung erfolgt an der Luft, der Wartungsaufwand bleibt durch regelmäßige Pflege und einen Wartungsvertrag überschaubar.


Servicepartnerschaft als Erfolgsfaktor

Neben der Technik spielt für LEDtronix auch der Service eine zentrale Rolle. Als deutscher Servicepartner von PVA begleitet SmartRep das Unternehmen bei Wartung, Schulung und Support.

„Wenn wir Unterstützung brauchen – sei es bei der Programmierung oder im laufenden Betrieb – bekommen wir schnell und unkompliziert Hilfe“, so Hendrik Ohm. Die enge Zusammenarbeit sorgt dafür, dass die Beschichtungsanlage dauerhaft zuverlässig im Produktionsalltag läuft.




Über LEDtronix:

Die LEDtronix GmbH ist ein EMS-Dienstleister mit Sitz vor den Toren Münchens. Das Unternehmen fertigt elektronische Baugruppen in kleinen bis mittleren Serien für Kunden aus Industrie, Maschinenbau und Kommunikationstechnik. Der Fokus liegt auf moderner Fertigungstechnik, hoher Qualität sowie flexibler und schneller Umsetzung kundenspezifischer Anforderungen. Weitere Informationen: www.ledtronix.de

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