Fokustage zu Traceability und Materialmanagement

SmartRep zeigt, wie step-by-step intelligenter Materialfluss
in der SMD realisiert werden kann

Wie baut man ein Traceability-Konzept auf? Wie steuert man den Materialfluss in der SMD optimal? Der Teufel steckt bei diesen Themen bekanntlich im Detail und so informierte SmartRep bei den Fokustagen zu Traceability und Materialmanagement in Hanau wie man step-by-step ein Materialflusskonzept erarbeitet und einführt

Laufwege, Schnittstellen, Skalierbarkeit der Lagerplätze – will man sich dem Thema Materialmanagement ganzheitlich widmen, wird schnell klar: Dabei geht es nicht nur ums Lager. Rüstvorgang, Warenwirtschaftssystem, Unique ID – viele angrenzende Prozesse und Themen greifen hier ineinander.


SmartReps Experte für Materialfluss in der SMD-Fertigung, Nikolai Knapp, erläuterte Ende März an zwei Konferenztagen in Hanau wie beim Thema Materialmanagement Personalkapazitäten gehoben, Prozesssicherheit geschaffen und Automatisierung gestartet werden kann: „Zu hohe Bestände, unnötige Lagerbewegungen, lange Wartezeiten – in den deutschen SMD-Lagern wird viel Potenzial verschenkt“, sagt Knapp. Für ihn ist die Digitalisierung und Automatisierung des Lagers sowie vor- und nachgelagerter Prozesse ein Kernthema für die Transformation zur SmartFactory. Von Wareneingang, bis Lagerung, Rüstung sowie Rücklagerung und Inventur reichen die zu analysierenden Prozessschritte.


„Ohne Unique ID und Anbindung aller Systeme gibt es keine absolute Rückverfolgbarkeit“, sagt der Experte. Weil diese Themen damit auch IT-lastig sind, ist die Frage nach einem intelligenten Materialflusskonzept immer auch eine sehr individuelle, die von dem Warenwirtschaftssystem und den Gegebenheiten einer Fertigung abhängt. „Es ist wichtig zu wissen, dass man kein Millionenprojekt starten muss: Man kann das Thema Materialmanagement auch step-by-step angehen“, sagt Knapp.


Kennzeichnung von Leiterplatten durch Lasermarkierung

In seiner Analyse von „7 Arten der Verschwendung“ in der SMD-Fertigung erläuterte er Ansatzpunkte und Einsparpotenziale, aber auch nötige Investitionskosten, um die Prozesse angesichts von Fachkräftemangel und steigenden Lohnkosten effizient, digital und sicher zu gestalten. Während manche Teilnehmer erst das Thema Unique ID angehen müssen und sich neben den IT-technischen Aspekten auch für die eindeutige Kennzeichnung von Leiterplatten durch Lasermarkierung interessierten, sind andere Fertiger schon damit beschäftigt, autonome Lagerorganisationen zu durchdenken. „Das ist das Spannende an diesem Thema: Jede SMD-Fertigung ist individuell und es gibt auch keinen Königsweg. Allerdings sollte man sich dem Thema ganzheitlich widmen, weshalb wir von SmartRep umfassende Beratung und Konzeptentwicklung bieten.“


Kann das Lager mitwachsen? Welche Laufwege haben die Mitarbeiter? Wird nach dem Bestücken geprüft, wie viele Bauteile noch auf einer Rolle sind und wie viele beim Ansplicen oder Rüsten verloren gingen? Derart analytische Fragen warf Nikolai Knapp in den Vorträgen auf und stellte anschließend technische Lösungen vor, wie mehr Transparenz und Sicherheit erreicht werden können.


Wie viel Material ist vorrätig und wo genau befindet es sich?

Am Anfang aller Überlegungen steht die Unique ID, eine eindeutige Seriennummer. Mit dieser werden alle Produktionsdaten, aber auch die Informationen über die verwendeten Materialien verknüpft. „Idealerweise wird die Unique ID am Beginn der SMD-Linie mit einem Laserbeschrifter auf die Leiterplatte gebracht“, sagte Sebastian Aulbach bei einer Laser-Marker Demonstration. Denn der gelaserte Code sei unverwüstlich und sichere damit die absolute Traceability.


Aber auch im Wareneingang müsse mit Unique IDs gearbeitet werden, damit keine Materialfehler entstehen können: Schon bei der Anlieferung der Bauteile komme es durch menschliche Verwechslungen – ist es eine Null oder der Buchstabe O – immer wieder zu gravierenden Fehlern. Dieses Einfallstor kann durch intelligente Systeme, wie einen Wareneingangsscanner, geschlossen werden. Viel Potenzial liegt auch im Bereich der smarten Lagerung: Wie viel Material ist vorrätig und wo genau befindet es sich? Da helfen Röntgenbauteilzählung und intelligente Lagersysteme, die über eine Schnittstelle an ein übergeordnetes System angeschlossen sind. 

6. März 2026
InoHD™ wurde entwickelt, um eine der größten Herausforderungen in der Elektronikfertigung zu lösen: Platzmangel. Das System macht herkömmliche Lagergänge überflüssig, indem es servoangetriebene, mobile Regalsysteme mit der intelligenten Sensorik- und Pick-to-Light-Technologie von Inovaxe kombiniert.
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Neben der Technik spielt für LEDtronix auch der Service eine zentrale Rolle. Als deutscher Servicepartner von PVA begleitet SmartRep das Unternehmen bei Wartung, Schulung und Support.
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9. Februar 2026
In der Elektronikfertigung entscheidet nicht die Fehlerbehebung, sondern die Fehlervermeidung über den Erfolg einer Linie. Die SICK AG hat diesen Grundsatz konsequent umgesetzt – mit SPI- und AOI-Systemen von Koh Young in allen sieben SMD-Linien am Produktionsstandort Reute und der Einführung des Koh Young Process Optimizers (KPO). Die SmartRep GmbH sorgte als Distributor in der D-A-CH-Region für die Implementierung der Inspektionssysteme und das Training der Mitarbeiter. Das Ergebnis: eine nachhaltig optimierte Prozessstabilität und massiv reduzierte Fehlerraten. „Nicht den Fehler jagen, sondern auf die Abweichung reagieren“, beschreibt Holger Groksch, Head of Manufacturing SMT bei der SICK AG, das zentrale Leitprinzip. Die Produktionsanforderungen bei der SICK AG verdeutlichen, wie wichtig ein hoher Automatisierungsgrad ist: über 1.500 doppelseitige Leiterplattenvarianten, Losgrößen zwischen 10 und 24.000 Stück, 55 Produktionsaufträge täglich und durchschnittlich 3,5 Linienumrüstungen pro Tag. Durch die vollständige Integration der 3D-SPI-Systeme in alle Linien wurde die reale Fehlerrate auf Leiterplattenebene um rund 60 % gesenkt. Die Systeme liefern dabei nicht nur Messwerte, sondern verwertbare Prozessdaten, die direkt in den Fertigungsregelkreis zurückfließen. Der nächste Optimierungsschritt erfolgte mit der Implementierung von KPO, dem Koh Young Process Optimizer – einem System, das den klassischen Closed Loop deutlich erweitert. „KPO geht über Closed Loop hinaus“, so Holger Groksch. Während Closed Loop lediglich Schablonenposition und Reinigungszyklen optimiert, analysiert KPO den gesamten Druckprozess in Echtzeit und justiert automatisch nach. So werden Schwankungen durch Umweltfaktoren, wie z.B die Änderung der Lotpastenkonsistenz durch Luftkontakt, kompensiert, bevor sie überhaupt zu Defekten führen. Die Einführung von KPO brachte eine zusätzliche Fehlerratenreduktion und senkte die Not-OK-Rate am Post Reflow AOI auf unter 0,5 %. Damit war der geplante ROI von zwölf Monaten bereits nach sieben Monaten erreicht. Ein weiterer Meilenstein war die Zentralisierung der Qualitätsverifikation: Dank einer Pseudofehlerrate unter 7 % kann heute ein Operator die Bedienung einer zentralen Verifizierstation für alle sieben Linien übernehmen und hat noch Ressourcen frei. Über den Post-Reflow-Leitstand werden die AOI-Ergebnisse inline verifiziert, wodurch Abweichungen sofort erkannt und korrigiert werden können. Die Effekte sprechen für sich: < 0,5 % Not-OK-Rate am Post Reflow AOI Deutlich reduzierter Bedieneraufwand Schnellere Durchlaufzeiten durch Wegfall von Nacharbeit Holger Groksch fasst zusammen: „Wenn Lieferant und Kunde gemeinsam Maschinen, Prozesse und Datenstrukturen analysieren und zusammen optimieren und verbessern, entsteht eine echte Win-win-Situation – für Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.“ Über SICK AG: Die SICK AG mit Hauptsitz in Waldkirch, Deutschland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sensoren, Systemen und Lösungen für die industrielle Automatisierung. Seit ihrer Gründung 1946 steht das Unternehmen für Innovation, Präzision und Qualität und unterstützt Kunden in der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation dabei, Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit über 12.000 Mitarbeitenden weltweit und einem starken internationalen Vertriebsnetz erwirtschaftete SICK 2024 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.
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