5 Fragen an Limtronik zur Traceability

Limtronik realisiert absolute Rückverfolgbarkeit mit Laser-Markierung

Andreas Kopp ist Experte auf dem Gebiet der ERP/MES-Anbindung und verantwortet bei der Limtronik GmbH die Rückverfolgbarkeit jeder einzelnen Leiterplatte.

Andreas Kopp, Leiter MES, vor dem YJ Link Laser Marker bei Limtronik

Beim Auswahlprozess des Laserbeschrifters spielten für Andreas Kopp, Leiter MES, Anbindungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle. © SmartRep

Herr Kopp, wie sehen 100 Prozent Rückverfolgbarkeit bei Limtronik aus?

Einer der Kernprozesse für die Rückverfolgbarkeit ist natürlich die Vergabe einer Seriennummer für jede Leiterplatte, über die jegliche Ereignisse einer Produktion zugeordnet werden und somit eine vollständige Traceability gewährleistet werden kann. Bei Limtronik realisieren wir dies durch Laserbeschriftung mit einer hauseigenen Seriennummer. 2021 haben wir uns dafür entschieden, neue Laserbeschrifter bei SmartRep zu beschaffen. Mittlerweile haben wir sogar zwei davon.


Wie funktioniert der Beschriftungsprozess?

Vergeben wird unsere hauseigene Seriennummer von unserem MES-System der Firma iTAC: Der Laser fragt vor Produktionsbeginn alle Barcodes ab, die er dann im Laufe des Prozesses vergeben kann. Vorher scannt eine Mitarbeiterin das entsprechende Gebinde der Rohleiterplatten, sodass ich zu jeder Seriennummer im Verlauf weiß, mit welcher Leiterplattencharge diese Seriennummer verheiratet worden ist.


Welche Daten werden aus Rückverfolgbarkeitsgründen getrackt?

Da unsere hausinterne Seriennummer eindeutig ist, kann jede Produktionsmaschine im laufenden Produktionsprozess die richtigen Produktionsdaten übermitteln. So fängt die SPI an, die Daten zur Messung der Bedruckung in die Datenbank zu schreiben. Der Bestücker schreibt zu jeder Seriennummer der Leiterplatte die richtigen Gebindeinformationen hoch. Der Ofen seinerseits meldet die erforderlichen Temperaturprofile an die Datenbank. Und ganz zum Schluss kommen die Daten unseres AOIs, der dafür verantwortlich ist als letztes Gate, die Qualitätskontrolle der kompletten Linie darzustellen. Auch er speichert seine Daten in unsere MES-Datenbank ab, sodass ich am Ende des Prozesses über eine Datenbank alle Daten zu einer eindeutigen ID abrufen kann.


Die MES-Anbindung war ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des Laser Markers?

Richtig, beim Auswahlprozess war es extrem wichtig, die Systeme in unser bestehendes MES-System einzurichten, um Themen wie Traceability, Inter-Locking und Materialflusssteuerung zu verbinden. In der Installationsphase war die Zusammenarbeit mit dem Hersteller YJ Link sehr unkompliziert. Unsere Vorstellungen bezüglich des Interface zum MES wurden einwandfrei umgesetzt. Der Support läuft nach wie vor gut. Die Änderungen, die wir hatten, wurden schnell umgesetzt.


Sie haben nun zwei Laser Marker und drei Linien – wie ist der Prozessablauf?

Wir betreiben einen Laser Marker als Insel und einen als Kopf einer SMD-Linie, beide jeweils mit Be- und Entladesystem. Die Linie mit integriertem Laser Marker läuft 24/7 mit einem Produkt. Die Fertigungslinie läuft nur, wenn alle Produkte seitens des Lasers fehlerfrei gelasert wurden und wenn die Seriennummern gegengelesen sind. Falls irgendwas im Prozess abweichen sollte, wird die komplette Linie verriegelt. Auf den anderen beiden Linien haben wir viele Produktwechsel. Durch die gute Taktzeit der Laser-Insel kann ein Laser-Beschrifter die beiden anderen Linien bedienen.

23. Oktober 2026
So gelingt selektives Conformal Coating
Coating für verschiedene Baugruppen
21. Oktober 2026
Mit steigenden Anforderungen an Qualität, Reproduzierbarkeit und Effizienz entschied sich AXXERON HESCH, den Beschichtungsprozess auf eine automatisierte Lösung umzustellen. Die Wahl fiel auf die PVA Delta 8, geliefert und betreut durch SmartRep.
16. Oktober 2026
Weniger Programmieraufwand, weniger Pseudofehler, mehr Prozesssicherheit – was kann KI in der Elektronikfertigung heute schon leisten? Antworten darauf gab es bei der jährlichen Koh Young Anwendertagung bei SmartRep in Hanau. Knapp 50 Anwender informierten sich über aktuelle KI-Funktionen für die Inspektionstechnik un
Messestand EFX Expo in Stuttgart
16. Oktober 2026
Mit seinem Auftritt auf der EFX unterstreicht SmartRep den Anspruch, Kunden und Partner nicht nur mit Technologien und Lösungen zu unterstützen, sondern als Ansprechpartner für die ganzheitliche Weiterentwicklung ihrer Fertigungsprozesse zu begleiten.
22. September 2026
Unser Kunde Limtronik setzt auf Koh Young Systeme für die SmartFactory
7. August 2026
Die Potenziale moderner Elektronikfertigung liegen im Zusammenspiel der einzelnen Prozessschritte: Technische Sauberkeit beeinflusst die Prozessqualität, Materialmanagement die Versorgungssicherheit, stabile Beschichtungsprozesse die Zuverlässigkeit der Baugruppen und intelligente Prozessdaten schaffen die
Schablonenreinigung mit MBtech Cleaning Systems
Schablonendruck mit dem FUJI GPX CII
Lotpasteninspek
7. August 2026
Erleben Sie den kompletten SMD-Linienbeginn live und erfahren Sie, wie Schablonendruck, SPI, Closed Loop, KPO, Reinigung und Handling zu einem durchgängigen und stabilen Prozess zusammenspielen.
16. Juli 2026
Mit einer Laserleistung von 90 Watt erzielt der CuttingMaster 3290 mehr als die doppelte Durchsatzleistung herkömmlicher Laser-Depaneling-Systeme.
20. April 2026
Das EPP Innovationsforum 2026 in Böblingen stand ganz im Zeichen zukunftsweisender Prozesse in der Elektronikfertigung – und Smartrep war mittendrin. Gemeinsam mit seinen Technologiepartnern unterstützte das Unternehmen die Präsentation innovativer Lösungen vor Ort und nutzte die Plattform für intensiven fachlichen Austausch. Im Fokus der Veranstaltung: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Produktion. Themen, die entscheidend dazu beitragen, Qualität, Effizienz und Transparenz in der Elektronikfertigung nachhaltig zu steigern. Die Innovationskraft kam in diesem Jahr direkt von den Partnerunternehmen Koh Young, KIC, LPKF, Zestron, Techvalley und XplainData, die ihre neuesten Lösungen präsentierten. Smartrep begleitete sie dabei aktiv vor Ort, unterstützte Gespräche mit Kunden und Interessenten und brachte seine umfassende Beratungsexpertise ein. So wurde deutlich, wie intelligent vernetzte Systeme und automatisierte Prozesse schon heute die Fertigung von morgen gestalten. 
23. März 2026
Mit einer umfangreichen Webkonferenz zum Thema Conformal Coating hat die SmartRep GmbH ihre Rolle als Vordenker und Prozesspartner in der Elektronikfertigung eindrucksvoll unterstrichen. Im Zentrum der Veranstaltung stand nicht die einzelne Technologie, sondern ein klares Leitbild: Erfolgreiches Coating entsteht nur durch das Zusammenspiel von Material, Prozess, Automatisierung und Qualitätssicherung – und durch echte Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die über zweistündige Webkonferenz brachte Experten aus Materialentwicklung, Applikation, Inspektion und Reinigung zusammen. Damit wurde bewusst ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der in der Branche häufig noch fehlt: weg von isolierten Einzellösungen, hin zu einem durchgängigen Prozessverständnis. Ein zentrales Learning der Veranstaltung: Coating ist kein „Plug-and-Play“-Thema. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe Systementscheidung, bei der zahlreiche Faktoren ineinandergreifen – von der Materialauswahl über die Applikation bis hin zur Vorbehandlung und Inspektion. „Es gibt nicht das eine universelle Coating. Der Erfolg hängt immer vom Zusammenspiel aller Prozessschritte ab“, wurde im Rahmen der Konferenz deutlich. Diese Perspektive zieht sich durch alle Inhalte der Veranstaltung: Materialeigenschaften beeinflussen maßgeblich die Prozessstabilität Applikationstechnologien bestimmen Qualität und Reproduzierbarkeit Reinigung und Oberflächenvorbereitung sind entscheidend für Haftung und Langzeitzuverlässigkeit Inspektion schafft Transparenz und Prozesskontrolle
Weitere Beiträge