Bender GmbH profitiert von 24/7 Monitoring des Reflow-Ofens

Wie durch RPI der Lötprozess kontrolliert und optimiert wird

Krzysztof Lison implementierte bei Bender im letzten Jahr eine neue SMD-Fertigung. Aus seinen früheren beruflichen Stationen war dem Abteilungsleiter Industrial Engineering klar, dass man für die Elektronikfertigung eine Überwachung des Reflow-Ofens benötigt. Im Interview erzählt Krzysztof Lison, warum er ein RPI-System (Reflow Process Inspection) von KIC wählte und wie dieses den Lötprozess nicht nur kontrolliert, sondern auch steuert. 

Was zeichnet Ihre Fertigung aus? Wie kommt darin das KIC-System zum Einsatz?

Unsere SMD-Elektronikfertigung bei der Bender GmbH steht für höchste Präzision, Qualität und Prozesssicherheit. Wir produzieren komplexe elektronische Baugruppen mit modernster Bestückungs- und Löttechnologie, wobei wir den gesamten Fertigungsprozess streng überwachen und dokumentieren.


Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist unser kontinuierlich überwachter Reflow-Lötprozess, bei dem das KIC-System eine Schlüsselrolle einnimmt. KIC ist ein führendes Temperatur-Profilierungssystem, das bei uns zur Erfassung, Analyse und Optimierung der thermischen Prozesse in unseren Reflow-Öfen eingesetzt wird.


Durch den Einsatz des KIC-Systems können wir:

  • Lötprofile exakt auf die jeweilige Baugruppe abstimmen, Temperaturverläufe in Echtzeit überwachen und dokumentieren, Prozessabweichungen frühzeitig erkennen und korrigieren, und so eine gleichbleibend hohe Lötqualität gewährleisten.
  • Das Ergebnis ist eine zuverlässige, normgerechte Verarbeitung selbst anspruchsvollster Bauteile – von Fine-Pitch bis BGA – bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz und geringer Ausschussquote.
  • Das KIC-System unterstützt uns somit maßgeblich bei der Umsetzung unserer hohen Qualitätsstandards und trägt zur Null-Fehler-Strategie in der SMD-Fertigung bei.


  

Warum war der Invest nötig?

Der Invest in das KIC-System war ein strategisch wichtiger Schritt, um die wachsenden Anforderungen an Qualität, Rückverfolgbarkeit und Prozessstabilität in der SMD-Elektronikfertigung dauerhaft erfüllen zu können.

Mit steigender Bauteildichte, komplexeren Baugruppen und sensibleren Lötverbindungen steigen auch die Anforderungen an den Reflow-Lötprozess. Selbst kleinste Abweichungen im Temperaturprofil können zu Lötfehlern und damit zu Funktionsausfällen führen – besonders kritisch in sicherheitsrelevanten Anwendungen, wie sie für unsere Kunden typisch sind.


Das KIC-System ermöglicht es uns, diesen Herausforderungen proaktiv zu begegnen, indem es:

  • Temperaturprofile exakt überwacht und optimiert,
  • Prozessdaten lückenlos dokumentiert (z. B. für Audits oder Kundenanforderungen),
  • und eine konstant hohe Fertigungsqualität sicherstellt.


Darüber hinaus erlaubt uns das System eine schnellere Inbetriebnahme neuer Produkte ("First Pass Yield") und eine effizientere Nutzung unserer Reflow-Öfen. Der Invest war somit nicht nur eine Qualitätsmaßnahme, sondern auch ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit unserer Fertigung.


Haben Sie einen Benchmark veranstaltet und wenn ja, wie sind Sie vorgegangen?

Ja, vor der Investitionsentscheidung haben wir einen internen Benchmark-Prozess durchgeführt, um die für uns beste Lösung zur Prozessüberwachung im Reflow-Lötbereich zu identifizieren.


Dabei sind wir wie folgt vorgegangen:

  1. Anforderungsdefinition
    Zunächst haben wir die spezifischen Anforderungen unserer Fertigung analysiert – darunter Temperaturstabilität, Profilgenauigkeit, Bedienbarkeit, Integration in bestehende Prozesse sowie Anforderungen an Dokumentation und Traceability.
  2. Marktanalyse und Vorauswahl
    Wir haben verschiedene Anbieter von Temperaturprofilierungssystemen untersucht und eine Shortlist erstellt. Dabei wurden auch Referenzberichte anderer Elektronikfertiger berücksichtigt. Natürlich sind auch Jahrzehnte an Erfahrungen des SMD-Teams in die Auswahl geflossen.
  3. Praxistests / Live-Demonstrationen
    Die favorisierten Systeme wurden im realen Produktionsumfeld getestet. Hierbei haben wir insbesondere die Messgenauigkeit, Nutzerfreundlichkeit, Softwareintegration und den Support der Hersteller bewertet.
  4. Auswertung und Entscheidung
    Das KIC-System konnte uns im Gesamtvergleich am meisten überzeugen – sowohl hinsichtlich der technischen Leistungsfähigkeit als auch der Benutzerfreundlichkeit und langfristigen Wartbarkeit.


Dieser strukturierte Benchmark hat uns die Sicherheit gegeben, mit KIC eine zukunftsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Lösung zu wählen, die unsere Prozesskontrolle nachhaltig verbessert.


Was hat Sie an KIC überzeugt?

Uns hat an KIC insbesondere die Kombination aus technologischer Reife, Praxistauglichkeit und Zukunftsfähigkeit überzeugt. Im Detail waren folgende Punkte ausschlaggebend:

  1. Hohe Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit
    KIC liefert präzise und konsistente Temperaturprofil-Daten, was für eine stabile Reflow-Lötqualität essenziell ist – gerade bei komplexen Baugruppen und engen Prozessfenstern.
  2. Intuitive Software und einfache Bedienung
    Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich und praxisnah gestaltet, was den Schulungsaufwand minimiert und den täglichen Einsatz im Fertigungsalltag erleichtert.
  3. Automatisierte Profiloptimierung und SPC-Funktionen
    Funktionen wie Auto-Focus oder Process Window Index (PWI) ermöglichen eine schnelle und objektive Bewertung von Lötprofilen sowie eine proaktive Prozessoptimierung – ohne langwierige manuelle Auswertungen.
  4. Nahtlose Integration in bestehende Prozesse
    KIC ließ sich problemlos in unsere bestehende Infrastruktur integrieren und unterstützt dabei unsere Traceability- und Qualitätsmanagementsysteme.
  5. Erfahrungswerte und Support
    KIC ist seit vielen Jahren am Markt etabliert und hat sich in der Elektronikfertigung bewährt. Auch der technische Support sowie die Verfügbarkeit von Schulungen und Updates waren für uns wichtige Pluspunkte.


In Summe hat uns KIC ein durchgängiges, verlässliches System geboten, das sowohl unsere heutigen Anforderungen erfüllt als auch zukunftssicher für kommende Herausforderungen in der SMD-Fertigung aufgestellt ist.


  

Welche Verbesserungen konnten Sie durch KIC erzielen?

Durch den Einsatz des KIC-Systems konnten wir in unserer SMD-Fertigung mehrere konkrete Verbesserungen erzielen – sowohl in der Prozessqualität als auch in der Effizienz:


  1. Höhere Prozesssicherheit im Reflow-Löten
    Dank der exakten Temperaturprofilierung und der automatisierten Bewertung (z. B. mittels Process Window Index – PWI) können wir kritische Abweichungen frühzeitig erkennen und gezielt gegensteuern. Das reduziert Fehlerquellen wie Tombstoning, Voids oder kalte Lötstellen signifikant.
  2. Konstant hohe Lötqualität
    Durch die präzise Einstellung und Überwachung der Reflow-Parameter stellen wir sicher, dass alle Baugruppen innerhalb eines definierten Prozessfensters gefertigt werden. Das erhöht die Reproduzierbarkeit und senkt die Nacharbeitsquote.
  3. Reduzierter Einrichtaufwand bei neuen Baugruppen
    Das KIC-System ermöglicht eine schnellere und objektivere Profilerstellung bei Produktneuanläufen. Dadurch verkürzen wir Rüstzeiten und steigern die Produktivität – besonders bei häufigen Produktwechseln.
  4. Lückenlose Dokumentation und Traceability
    Alle Prozessdaten werden automatisch aufgezeichnet und archiviert. Das erleichtert interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und erfüllt die Anforderungen unserer Kunden und Normen wie IPC und ISO 9001.
  5. Bessere Entscheidungsgrundlagen für die Prozessoptimierung
    Die Analysefunktionen von KIC liefern fundierte Daten für kontinuierliche Verbesserungsprozesse (KVP) und machen Prozesspotenziale sichtbar, die vorher nicht erkennbar waren.


Kurz gesagt: Mehr Transparenz, weniger Ausschuss, geringerer Aufwand – bei gleichbleibend hoher Qualität. Das macht KIC für uns zu einem zentralen Baustein in der prozesssicheren und wirtschaftlichen SMD-Fertigung.

6. März 2026
InoHD™ wurde entwickelt, um eine der größten Herausforderungen in der Elektronikfertigung zu lösen: Platzmangel. Das System macht herkömmliche Lagergänge überflüssig, indem es servoangetriebene, mobile Regalsysteme mit der intelligenten Sensorik- und Pick-to-Light-Technologie von Inovaxe kombiniert.
LEDtronix beschichtet automatisiert mit Coatingsystem von PVA
5. März 2026
Neben der Technik spielt für LEDtronix auch der Service eine zentrale Rolle. Als deutscher Servicepartner von PVA begleitet SmartRep das Unternehmen bei Wartung, Schulung und Support.
Coating als Schutzbeschichtung
3. März 2026
LEDtronix arbeitet bei der Weiterentwicklung zentraler Fertigungsprozesse eng mit SmartRep zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Inspektions- und Beschichtungsprozesse technologisch sauber aufzusetzen.
9. Februar 2026
In der Elektronikfertigung entscheidet nicht die Fehlerbehebung, sondern die Fehlervermeidung über den Erfolg einer Linie. Die SICK AG hat diesen Grundsatz konsequent umgesetzt – mit SPI- und AOI-Systemen von Koh Young in allen sieben SMD-Linien am Produktionsstandort Reute und der Einführung des Koh Young Process Optimizers (KPO). Die SmartRep GmbH sorgte als Distributor in der D-A-CH-Region für die Implementierung der Inspektionssysteme und das Training der Mitarbeiter. Das Ergebnis: eine nachhaltig optimierte Prozessstabilität und massiv reduzierte Fehlerraten. „Nicht den Fehler jagen, sondern auf die Abweichung reagieren“, beschreibt Holger Groksch, Head of Manufacturing SMT bei der SICK AG, das zentrale Leitprinzip. Die Produktionsanforderungen bei der SICK AG verdeutlichen, wie wichtig ein hoher Automatisierungsgrad ist: über 1.500 doppelseitige Leiterplattenvarianten, Losgrößen zwischen 10 und 24.000 Stück, 55 Produktionsaufträge täglich und durchschnittlich 3,5 Linienumrüstungen pro Tag. Durch die vollständige Integration der 3D-SPI-Systeme in alle Linien wurde die reale Fehlerrate auf Leiterplattenebene um rund 60 % gesenkt. Die Systeme liefern dabei nicht nur Messwerte, sondern verwertbare Prozessdaten, die direkt in den Fertigungsregelkreis zurückfließen. Der nächste Optimierungsschritt erfolgte mit der Implementierung von KPO, dem Koh Young Process Optimizer – einem System, das den klassischen Closed Loop deutlich erweitert. „KPO geht über Closed Loop hinaus“, so Holger Groksch. Während Closed Loop lediglich Schablonenposition und Reinigungszyklen optimiert, analysiert KPO den gesamten Druckprozess in Echtzeit und justiert automatisch nach. So werden Schwankungen durch Umweltfaktoren, wie z.B die Änderung der Lotpastenkonsistenz durch Luftkontakt, kompensiert, bevor sie überhaupt zu Defekten führen. Die Einführung von KPO brachte eine zusätzliche Fehlerratenreduktion und senkte die Not-OK-Rate am Post Reflow AOI auf unter 0,5 %. Damit war der geplante ROI von zwölf Monaten bereits nach sieben Monaten erreicht. Ein weiterer Meilenstein war die Zentralisierung der Qualitätsverifikation: Dank einer Pseudofehlerrate unter 7 % kann heute ein Operator die Bedienung einer zentralen Verifizierstation für alle sieben Linien übernehmen und hat noch Ressourcen frei. Über den Post-Reflow-Leitstand werden die AOI-Ergebnisse inline verifiziert, wodurch Abweichungen sofort erkannt und korrigiert werden können. Die Effekte sprechen für sich: < 0,5 % Not-OK-Rate am Post Reflow AOI Deutlich reduzierter Bedieneraufwand Schnellere Durchlaufzeiten durch Wegfall von Nacharbeit Holger Groksch fasst zusammen: „Wenn Lieferant und Kunde gemeinsam Maschinen, Prozesse und Datenstrukturen analysieren und zusammen optimieren und verbessern, entsteht eine echte Win-win-Situation – für Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.“ Über SICK AG: Die SICK AG mit Hauptsitz in Waldkirch, Deutschland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sensoren, Systemen und Lösungen für die industrielle Automatisierung. Seit ihrer Gründung 1946 steht das Unternehmen für Innovation, Präzision und Qualität und unterstützt Kunden in der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation dabei, Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit über 12.000 Mitarbeitenden weltweit und einem starken internationalen Vertriebsnetz erwirtschaftete SICK 2024 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.
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28. Januar 2026
Mit ePM AI bringt Koh Young eine neue Softwaregeneration auf den Markt, die bewährte Workflows mit KI-gestützten Automatismen kombiniert.
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13. Januar 2026
Eine qualitative Umfrage des KI-Spezialisten Xplain Data und der SmartRep GmbH zeigt den Status der Elektronikfertigung auf ihrem Weg zu Digitalisierung und KI.
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12. Januar 2026
SmartRep bestätigt mit dem Kundenfeedback 2025 seine hohe fachliche Leistungsfähigkeit in Service, Technik und Schulung.
10. Dezember 2025
Die Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik, die Productronica, war für die SmartRep GmbH erneut ein voller Erfolg. Als Distributor führender Maschinenhersteller präsentierte das Unternehmen in Halle A2 die neuesten Lösungen für moderne Elektronikfertigung – und setzte dabei auf ein Messekonzept, das Technologie und Tradition auf einzigartige Weise verbindet: einen eigenen Biergarten mitten auf der Hightech-Messe. Biergarten als Publikumsmagnet – Innovation trifft Herzlichkeit Warum ein Biergarten auf einer Technologie-Messe? Für SmartRep ist die Antwort klar: Innovation entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen. Der Messestand wurde zum lebendigen Treffpunkt für Kund:innen, Partner und Technologiebegeisterte. Zwischen Weißwurst, Brezen und intensiven Fachgesprächen entwickelte sich der Biergarten zu einem der meistbesuchten Networking-Orte der Halle A2. „Unser Biergartenkonzept war ein Volltreffer“, zieht SmartRep ein positives Fazit. „Hier wurde nicht nur genetzwerkt – hier entstand echte Verbundenheit. Hightech trifft Herzlichkeit: Dieses Motto wurde gelebt.“ Ein besonderes Highlight sorgte zusätzlich für Aufmerksamkeit: Ein Kunde hatte mit SmartRep-CEO Michael Brianda gewettet, in Tracht zur Messe zu erscheinen – und beide hielten Wort. Ein Bild, das die Verbindung aus Bodenständigkeit, Humor und technologischer Spitzenleistung eindrucksvoll einfing. 
Das SmartRep-Team zu Gast bei Fuji in Kelsterbach
von Dr. Julia Traut 31. Oktober 2025
Mit vereinten Kräften in die Zukunft der Elektronikfertigung: Die FUJI EUROPE CORPORATION GmbH und die SmartRep GmbH starten eine Partnerschaft. Der Hanauer Distributor ergänzt sein Portfolio um den FUJI GPX-CII Schablonendrucker und stärkt damit seine Kompetenz am Linienbeginn der SMT-Fertigung. „Das SmartRep-Team möchte seine Service- und Beratungskompetenz im Bereich des Druckprozesses und der Inspektion ausbauen. Mit dem FUJI GPX-CII Drucker, dem KohYoung SPI und der KPO/Closed Loop-Prozesskontrolle nehmen wir nun den Linienbeginn ganzheitlich in den Blick“, erklärt Michael Brianda, CEO von SmartRep. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu unserem bestehenden Portfolio aus SPI, Reinigungsmedien, Bareboardreinigung und Schablonenreinigungsanlagen. Damit können wir unseren Kunden eine umfassende Prozessberatung bieten.“ FUJI ist weltweit in der Elektronikfertigung für leistungsstarke Bestückungsautomaten sowie innovative, ganzheitliche Linienkonzepte bekannt und verfügt über eine breite Kundenbasis, unter anderem im deutschsprachigen Markt. Durch die neue Kooperation möchten beide Unternehmen nun noch intensiver in das Mid-Range-Segment vordringen – bei EMS-Dienstleistern mit High-Mix-Low-Volume-Produktionsumgebungen. 
15. Oktober 2025
Spannende Fragen und inspirierende Gedanken rund um den SMD-Fertigungsstandort Europa prägten das Q&A für den Escatec-Blog, weshalb wir die Fragen und Antworten hier in der deutschen Übersetzung wiedergeben. Der Originaltext erschien am 2. Oktober 2025 auf dem Escatec-Blog.
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