Iftest AG fertigt Smartwatches mit Koh Young SPI

Taktzeit verbessern und Prozesssicherheit mit 3D Inspektion erhöhen

Für viele ist sie zum ständigen Begleiter geworden: die Smartwatch. Warum ihr elektronisches Innenleben mit hohen Qualitätsstandards produziert wird, erklärt die Schweizer Iftest AG in diesem Anwenderbericht. Für die Produktion der Consumer-Wearables investierte sie in ein Koh Young 3D SPI-System.

Andreas Keller von SmartRep und Wolfram Ebner vor dem Koh Young 3D SPI bei Iftest

Wolfram Ebner, Leiter Prozesstechnik der Iftest AG, und Andreas Keller, Geschäftsführer von SmartRep, freuen sich über die gelungene Linienintegration.

Spezielles Know-how für das Design und die Bestückung von dünnsten Leiterplatten mit feinsten Strukturen und engsten mechanischen Toleranzen machen die Iftest AG aus Wettingen seit vielen Jahren zum geschätzten E2MS Partner in der Smartwatch-Industrie. Besonders hohe Qualitätsanforderungen werden an das Schweizer Unternehmen auch bei der Produktion von Wearables in der Medizin-Branche gestellt, weshalb es nun in ein weiteres Koh Young 3D Inspektionssystem zur Prozesskontrolle investierte.


Anspruchsvolle Feinstrukturen wie 300μm Pitch BGAs und Leiterplatten mit nur 0,3mm Dicke sind mittlerweile Tagesgeschäft der Iftest AG. Hinzu kommen hohe Qualitätsanforderungen durch Medizinnormen für einige Produkte. „Fehlerschlupf darf hier nicht passieren, da die Reparierfähigkeit dieser Produkte beschränkt ist, und die Folgekosten enorm sind“, erklärt Wolfram Ebner, Leiter Prozesstechnik. „Das neue 3D SPI von Koh Young ersetzt nun die 2D Inspektion im Lotpastendrucker“, fügt er weiter an.


Da Iftest schon seit 2017 ein Koh Young AOI-System im Einsatz hat und damit sehr zufrieden ist, wurde kein weiterer Benchmark durchgeführt: „Die Inspektionstiefe des Koh Young SPIs erfüllte unsere Erwartungen und die Taktzeitanforderungen waren kein Problem. Außerdem wollten wir Synergien hinsichtlich Netzwerk-Umgebung, Programmierung und Bedienung aus dem AOI-Prozess nutzen.“

Mathias Kundert und Wolfram Ebner vor dem Koh Young 3D SPI bei Iftest

Der Fachverantwortliche Mathias Kundert (rechts) sorgte im Eiltempo für die System-Validierung. Wolfram Ebner freut sich über die Taktzeitverbesserung durch das neue System. (c) Iftest

Die Installation und Inbetriebnahme durch SmartRep, den deutschsprachigen Servicepartner von Koh Young, liefen problemlos. Allerdings: „Die erwartete Problematik ist eingetreten: Das System findet praktisch alle Unregelmäßigkeiten“, sagt Wolfram Ebner, schmunzelt und holt aus: „Das SPI von Koy Young ist ein hochpräzises Messsystem und findet daher jegliche Abweichung im Prozess. Dies hat sich im Rahmen unserer Validierung auch nachweislich bestätigt und darüber sind wir sehr froh.“ Welche Abweichungen aber letztlich zu Prozessfehlern führen, musste Iftest erst definieren: „Wie alle, die von 2D auf 3D umsteigen, fühlt man sich plötzlich, als sehe man mit Adleraugen“, kennt Andreas Keller von SmartRep diesen Aha-Moment. „Was folgt, ist ein interner Prozess, eine Lernphase, in der man die PASS/FAIL-Parameter für sich definieren muss. Sind die Parameter erst einmal definiert, ist der Qualitätsgewinn enorm.“


Großen Anteil am Projekterfolg hatte dabei Mathias Kundert, Fachverantwortlicher SMT bei Iftest: Denn eine Herausforderung war die erforderliche System-Validierung für die Medizinnorm ISO 13485, da die Integration in eine bestehende Produktionslinie hohen Zeitdruck verursacht. Da nun bei der produzierten Baugruppe weniger Fehlerkorrektur nötig ist, konnten Kosten gesenkt und eine gute Taktzeitverbesserung durch die Entkopplung von Druck und Inspektion erzielt werden.


Hohes Supportlevel

Durch das AOI verfüge man bei Iftest schon über fortgeschrittenes Know-how an den Koh Young Systemen. Schnelle Hilfe benötige man daher nur in wenigen, aber wichtigen Situationen: „Dabei schätzen wir das hohe Level des unmittelbaren Supports von SmartRep“, stellt Wolfram Ebner dem Distributor ein gutes Zeugnis aus. Denn neben der Anwenderfreundlichkeit und technologischen Spitzenleistung war die Qualität des Services für den Prozesstechniker ein wichtiges Entscheidungskriterium.

20. April 2026
Das EPP Innovationsforum 2026 in Böblingen stand ganz im Zeichen zukunftsweisender Prozesse in der Elektronikfertigung – und Smartrep war mittendrin. Gemeinsam mit seinen Technologiepartnern unterstützte das Unternehmen die Präsentation innovativer Lösungen vor Ort und nutzte die Plattform für intensiven fachlichen Austausch. Im Fokus der Veranstaltung: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Produktion. Themen, die entscheidend dazu beitragen, Qualität, Effizienz und Transparenz in der Elektronikfertigung nachhaltig zu steigern. Die Innovationskraft kam in diesem Jahr direkt von den Partnerunternehmen Koh Young, KIC, LPKF, Zestron, Techvalley und XplainData, die ihre neuesten Lösungen präsentierten. Smartrep begleitete sie dabei aktiv vor Ort, unterstützte Gespräche mit Kunden und Interessenten und brachte seine umfassende Beratungsexpertise ein. So wurde deutlich, wie intelligent vernetzte Systeme und automatisierte Prozesse schon heute die Fertigung von morgen gestalten. 
23. März 2026
Mit einer umfangreichen Webkonferenz zum Thema Conformal Coating hat die SmartRep GmbH ihre Rolle als Vordenker und Prozesspartner in der Elektronikfertigung eindrucksvoll unterstrichen. Im Zentrum der Veranstaltung stand nicht die einzelne Technologie, sondern ein klares Leitbild: Erfolgreiches Coating entsteht nur durch das Zusammenspiel von Material, Prozess, Automatisierung und Qualitätssicherung – und durch echte Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die über zweistündige Webkonferenz brachte Experten aus Materialentwicklung, Applikation, Inspektion und Reinigung zusammen. Damit wurde bewusst ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der in der Branche häufig noch fehlt: weg von isolierten Einzellösungen, hin zu einem durchgängigen Prozessverständnis. Ein zentrales Learning der Veranstaltung: Coating ist kein „Plug-and-Play“-Thema. Vielmehr handelt es sich um eine komplexe Systementscheidung, bei der zahlreiche Faktoren ineinandergreifen – von der Materialauswahl über die Applikation bis hin zur Vorbehandlung und Inspektion. „Es gibt nicht das eine universelle Coating. Der Erfolg hängt immer vom Zusammenspiel aller Prozessschritte ab“, wurde im Rahmen der Konferenz deutlich. Diese Perspektive zieht sich durch alle Inhalte der Veranstaltung: Materialeigenschaften beeinflussen maßgeblich die Prozessstabilität Applikationstechnologien bestimmen Qualität und Reproduzierbarkeit Reinigung und Oberflächenvorbereitung sind entscheidend für Haftung und Langzeitzuverlässigkeit Inspektion schafft Transparenz und Prozesskontrolle
6. März 2026
InoHD™ wurde entwickelt, um eine der größten Herausforderungen in der Elektronikfertigung zu lösen: Platzmangel. Das System macht herkömmliche Lagergänge überflüssig, indem es servoangetriebene, mobile Regalsysteme mit der intelligenten Sensorik- und Pick-to-Light-Technologie von Inovaxe kombiniert.
LEDtronix beschichtet automatisiert mit Coatingsystem von PVA
5. März 2026
Neben der Technik spielt für LEDtronix auch der Service eine zentrale Rolle. Als deutscher Servicepartner von PVA begleitet SmartRep das Unternehmen bei Wartung, Schulung und Support.
Coating als Schutzbeschichtung
3. März 2026
LEDtronix arbeitet bei der Weiterentwicklung zentraler Fertigungsprozesse eng mit SmartRep zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Inspektions- und Beschichtungsprozesse technologisch sauber aufzusetzen.
9. Februar 2026
In der Elektronikfertigung entscheidet nicht die Fehlerbehebung, sondern die Fehlervermeidung über den Erfolg einer Linie. Die SICK AG hat diesen Grundsatz konsequent umgesetzt – mit SPI- und AOI-Systemen von Koh Young in allen sieben SMD-Linien am Produktionsstandort Reute und der Einführung des Koh Young Process Optimizers (KPO). Die SmartRep GmbH sorgte als Distributor in der D-A-CH-Region für die Implementierung der Inspektionssysteme und das Training der Mitarbeiter. Das Ergebnis: eine nachhaltig optimierte Prozessstabilität und massiv reduzierte Fehlerraten. „Nicht den Fehler jagen, sondern auf die Abweichung reagieren“, beschreibt Holger Groksch, Head of Manufacturing SMT bei der SICK AG, das zentrale Leitprinzip. Die Produktionsanforderungen bei der SICK AG verdeutlichen, wie wichtig ein hoher Automatisierungsgrad ist: über 1.500 doppelseitige Leiterplattenvarianten, Losgrößen zwischen 10 und 24.000 Stück, 55 Produktionsaufträge täglich und durchschnittlich 3,5 Linienumrüstungen pro Tag. Durch die vollständige Integration der 3D-SPI-Systeme in alle Linien wurde die reale Fehlerrate auf Leiterplattenebene um rund 60 % gesenkt. Die Systeme liefern dabei nicht nur Messwerte, sondern verwertbare Prozessdaten, die direkt in den Fertigungsregelkreis zurückfließen. Der nächste Optimierungsschritt erfolgte mit der Implementierung von KPO, dem Koh Young Process Optimizer – einem System, das den klassischen Closed Loop deutlich erweitert. „KPO geht über Closed Loop hinaus“, so Holger Groksch. Während Closed Loop lediglich Schablonenposition und Reinigungszyklen optimiert, analysiert KPO den gesamten Druckprozess in Echtzeit und justiert automatisch nach. So werden Schwankungen durch Umweltfaktoren, wie z.B die Änderung der Lotpastenkonsistenz durch Luftkontakt, kompensiert, bevor sie überhaupt zu Defekten führen. Die Einführung von KPO brachte eine zusätzliche Fehlerratenreduktion und senkte die Not-OK-Rate am Post Reflow AOI auf unter 0,5 %. Damit war der geplante ROI von zwölf Monaten bereits nach sieben Monaten erreicht. Ein weiterer Meilenstein war die Zentralisierung der Qualitätsverifikation: Dank einer Pseudofehlerrate unter 7 % kann heute ein Operator die Bedienung einer zentralen Verifizierstation für alle sieben Linien übernehmen und hat noch Ressourcen frei. Über den Post-Reflow-Leitstand werden die AOI-Ergebnisse inline verifiziert, wodurch Abweichungen sofort erkannt und korrigiert werden können. Die Effekte sprechen für sich: < 0,5 % Not-OK-Rate am Post Reflow AOI Deutlich reduzierter Bedieneraufwand Schnellere Durchlaufzeiten durch Wegfall von Nacharbeit Holger Groksch fasst zusammen: „Wenn Lieferant und Kunde gemeinsam Maschinen, Prozesse und Datenstrukturen analysieren und zusammen optimieren und verbessern, entsteht eine echte Win-win-Situation – für Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.“ Über SICK AG: Die SICK AG mit Hauptsitz in Waldkirch, Deutschland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sensoren, Systemen und Lösungen für die industrielle Automatisierung. Seit ihrer Gründung 1946 steht das Unternehmen für Innovation, Präzision und Qualität und unterstützt Kunden in der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation dabei, Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit über 12.000 Mitarbeitenden weltweit und einem starken internationalen Vertriebsnetz erwirtschaftete SICK 2024 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.
KI in Koh Young Systemen, AOI, SPI
28. Januar 2026
Mit ePM AI bringt Koh Young eine neue Softwaregeneration auf den Markt, die bewährte Workflows mit KI-gestützten Automatismen kombiniert.
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13. Januar 2026
Eine qualitative Umfrage des KI-Spezialisten Xplain Data und der SmartRep GmbH zeigt den Status der Elektronikfertigung auf ihrem Weg zu Digitalisierung und KI.
SmartRep bestätigt mit dem Kundenfeedback 2025 seine hohe fachliche Leistungsfähigkeit. Bild: KI gen
12. Januar 2026
SmartRep bestätigt mit dem Kundenfeedback 2025 seine hohe fachliche Leistungsfähigkeit in Service, Technik und Schulung.
10. Dezember 2025
Die Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik, die Productronica, war für die SmartRep GmbH erneut ein voller Erfolg. Als Distributor führender Maschinenhersteller präsentierte das Unternehmen in Halle A2 die neuesten Lösungen für moderne Elektronikfertigung – und setzte dabei auf ein Messekonzept, das Technologie und Tradition auf einzigartige Weise verbindet: einen eigenen Biergarten mitten auf der Hightech-Messe. Biergarten als Publikumsmagnet – Innovation trifft Herzlichkeit Warum ein Biergarten auf einer Technologie-Messe? Für SmartRep ist die Antwort klar: Innovation entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen. Der Messestand wurde zum lebendigen Treffpunkt für Kund:innen, Partner und Technologiebegeisterte. Zwischen Weißwurst, Brezen und intensiven Fachgesprächen entwickelte sich der Biergarten zu einem der meistbesuchten Networking-Orte der Halle A2. „Unser Biergartenkonzept war ein Volltreffer“, zieht SmartRep ein positives Fazit. „Hier wurde nicht nur genetzwerkt – hier entstand echte Verbundenheit. Hightech trifft Herzlichkeit: Dieses Motto wurde gelebt.“ Ein besonderes Highlight sorgte zusätzlich für Aufmerksamkeit: Ein Kunde hatte mit SmartRep-CEO Michael Brianda gewettet, in Tracht zur Messe zu erscheinen – und beide hielten Wort. Ein Bild, das die Verbindung aus Bodenständigkeit, Humor und technologischer Spitzenleistung eindrucksvoll einfing. 
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