Exakte Abwurfrate durch Röntgenbauteilzählung

albis-elcon investiert in Röntgenbauteilzählgerät von Techvalley

Wie viele Bauteile wurden bei der Bestückung abgeworfen und wie viele sind noch auf einer Bauteilrolle drauf? Diese Frage kann ganz exakt nur eine Bauteilzählung beantworten. Damit stets der tatsächliche Lagerbestand ermittelt werden kann, setzt der Telekommunikationsgeräte-Hersteller albis-elcon aus Sachsen auf einen Röntgen-Bauteilzähler von Techvalley.

In der aktuellen Bauteilknappheit ist jeder Chip bis hin zum kleinen Widerstand ein wertvoller Lagerposten. Es schafft Planungssicherheit, wenn man die genaue Anzahl vorhandener Bauteile kennt, weiß Jan Homilius. Er ist Technologiemanager bei der albis-elcon system Germany GmbH in Hartmannsdorf. Im vergangenen Jahr investierte er bei SmartRep in ein Röntgenbauteilzählgerät.


„SmartRep hat mit Techvalley einen soliden Hersteller von Röntgensystemen für die SMD-Branche auf dem europäischen Markt etablieren können“, sagt Andreas Keller, Geschäftsführer von SmartRep. Das koreanische Unternehmen Techvalley bietet Röntgen-Bauteilzählgeräte und  -Inspektionssysteme und konnte nun durch den deutschen Distributor SmartRep in der D-A-CH-Region Fuß fassen. 

albis-elcon investierte als einer der ersten Kunden in das Röntgen-Bauteilzählgerät Hawkeye 1000 und ist begeistert von der simplen Bedienung und dem Effizienzgrad des Systems: „Mit dem neuen Bauteilzählgerät brauchen wir pro Rolle nur 5 bis 10 Sekunden für Zählung inklusive Handling - weil wir vier Rollen gleichzeitig zählen können“, sagt Jan Homilius. In der Elektronikfertigung bei albis-elcon wird der Bauteilzähler aber nicht im Wareneingang eingesetzt, sondern kommt direkt in der Fertigung zum Einsatz: Die Gebinde aller drei SMD-Linien werden nach dem Bestückvorgang darüber gezählt.



Rund 20.000 Gebinde stehen bei albis-elcon im Hauptlager. Vor ein paar Jahren wurde ein automatischer Supermarkt an der Linie errichtet, um fertigungsnah Material lagern zu können: „Wir rüsten dort für den Standardfall in den Tower hinein. Vom Tower kommt das Material an die Linie, dort wird es verarbeitet und die Reste gehen dann wieder zurück in den Tower“, erklärt Jan Homilius den Materialfluss. „An dieser Stelle kommt das Bauteilzählgerät zum Einsatz und zählt eben die Rollen noch mal durch. In der Theorie ist es so, dass auch die SMD-Linien abgeworfene Bauteile runter zählen, aber das ist eben nicht ganz so genau, wie wir es gerne hätten“, sagt Homilius. Deswegen habe man das Zählgerät angeschafft und eben auch, um die Inventur einfacher und schneller machen zu können.

Technologiemanager Jan Homilius von albis-elcon vor dem Röntgenbauteilzähler Hawkeye1000 von Techvalley

Technologiemanager Jan Homilius kann nun nach jedem Bestückvorgang die Abwurfrate ermitteln, weil die Bauteilrollen gezählt werden, bevor sie zurück in das Zwischenlager an der Linie gehen. (c) albis-elcon

Bereits im Wareneingang werden die Gebinde bei albis-elcon automatisch erfasst und mit einer Unique-ID versehen. Damit werden Menge und Lagerort gematcht. Damit die auf einem Gebinde vorhandene Menge an Bauteilen auch nach jedem Bestückvorgang ganz exakt erfasst ist, wird die Röntgen-Bauteilzählung eingesetzt. Dafür ist das Röntgen-Gerät an das Lagerverwaltungssystem angeschlossen. Als nächsten Schritt plant der Technologiemanager den Bauteilzähler an das ERP-System anzuschließen.


„Für eine Rüstung werden im Schnitt 100 bis 150 Gebinde benötigt, das heißt, wir machen drei Mal am Tag auf den zwei Linien, die es hauptsächlich betrifft, eine Abrüstung und müssen dann täglich 500 Rollen zählen“, rechnet Jan Homilius vor, wie effizient der Bauteilzähler ist.

Foto: Display mit Zählergebnissen, Röntgenbauteilzähler Hawkeye von Techvalley

Überzeugende Zykluszeiten: Mit nur rund 5 Sekunden Zählzeit pro Gebinde kann albis-elcon nun die Rückläufer von der Linie exakt zählen.

Zuvor war ein analoges Bauteilzählgerät im Hauptlager im Einsatz, in das die Rollen manuell eingespannt werden mussten und von einer Rolle auf eine andere gewickelt wurde: Pro Gebinde dauerte eine Zählung rund 2 Minuten. Damit wurde im Lager eine laufende Inventur gemacht. „Wir hatten Leute, die haben den ganzen Tag nur Rollen gezählt und das ist einfach nicht effizient.“ Das alte Zählgerät war damit schlichtweg zu langsam für den Einsatzbereich, in dem Technologiemanager Jan Homilius es einsetzen wollte: Die Prüfung, wie viele Bauteile beim Bestückvorgang abgeworfen werden. „Bei Zykluszeiten von rund 5 Sekunden pro Gebinde gibt uns der neue Bauteilzähler nun die Möglichkeit, die Rückläufer von der Linie zu zählen.“

Vor der Investition haben sich Jan Homilius und sein Team Bauteilzähler dreier verschiedener Hersteller angeschaut und sich von anderen Elektronikfertigern, die bereits Röntgen-Bauteilzählgeräte im Einsatz haben, Einblicke in die Praxis geben lassen. „Die Unterschiede lagen in wenigen Details“, berichtet Jan Homilius. Entscheidend war am Ende für ihn das Preis-Leistungsverhältnis. Ein wichtiger Punkt war auch die einfache Bedienung: „Im Grunde genommen sind es drei Knöpfe, die man bedient, demzufolge ist auch eine Schulung für viele Mitarbeiter kein Problem.“


„albis-elcon hat mit dem Röntgen-Bauteilzähler von Techvalley Planungssicherheit in seinen Lagerbestand gebracht und profitiert nun von der Effizienz der Röntgenzählung: Durch die zwanzigfach schnellere Zählzeit zum Vorgängermodell haben sich die Investitionskosten schnell amortisiert“, sagt Andreas Keller von SmartRep. 

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