Transparenz in den Lagerbestand bringen

dresden elektronik zählt Linienrückläufer mit Röntgen-Bauteilzähler

„Erfolg lässt sich steuern!“ Nach diesem Motto entwickelt und fertigt dresden elektronik mit derzeit ca. 120 Mitarbeitern kundenspezifische Elektronik-Lösungen. Dafür braucht es schlanke, effiziente Prozesse. In diese investierte der EMS-Dienstleister aus Sachsen durch die Beschaffung eines Röntgen-Bauteilzählers aus dem Hause SmartRep. Dieser Invest erhöht nicht nur die Effizienz und entlastet das Personal, sondern schafft auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Kunden des EMS-Dienstleisters. 

Bediener vor dem Röntgen-Baueilzähler HAWKEYE 2000 von Techvalley bei dresden elektronik

Der Röntgen-Bauteilzähler Hawkeye2000 ist nicht nur deutlich schneller als ein mechanisches Zählgerät,

sondern kommt auch bei den Mitarbeitern von dresden elektronik gut an. © dresden elektronik

„Vermutlich sind Sie dresden elektronik schon begegnet: Denn unsere Produkte stecken in Lichtsignalanlagen, modularen LED-Anzeigen für dynamische Wegweisungssysteme und elektronischen Fahrplänen“, sagt Fertigungsleiter Sascha Kempa. Komplexe Elektronikentwicklung und Serienfertigung aus einer Hand zu bieten, ist das Erfolgsrezept des EMS-Dienstleisters, der in den Bereichen Funk- und Verkehrstechnik tätig ist.


„Von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt lösen wir individuelle Kundenanforderungen innerhalb kürzester Zeit“, erklärt Sascha Kempa die Philosophie von dresden elektronik. Um diesem Versprechen gerecht zu werden, untersucht das Unternehmen regelmäßig seine eigenen Prozesse: Wo kann etwas optimiert werden? In 2023 hatte der Fertigungsleiter einen bestimmten Prozess im Auge, der noch mechanisch abgewickelt wurde: die laufende Inventur.


„Um Kunden in kurzer Zeit beliefern zu können, muss man genau wissen, welche Bauteile in welcher Menge auf Lager liegen“, berichtet Kempa. Bei dem über die Jahre gestiegenen Auftragsvolumen von rund 100 Bauteilrollen pro Tag konnte ein mechanisches Zählgerät nicht mehr alle Linienrückläufer zählen: „Spannt man eine Rolle mit ca. 50.000 Bauteilen im Gurt in ein mechanisches Zählgerät ein, kann man einen Kaffee trinken gehen, bis die Bauteile gezählt sind“, scherzt Kempa. Deshalb war ihm klar: Bei der Bauteilzählung gibt es Optimierungspotenzial.


Der bisherige mechanische Zählprozess ließ sich nicht weiter automatisieren; man hätte ihn höchstens duplizieren können, um das Auftragsvolumen zu stemmen. Deshalb schaute sich dresden elektronik nach einer anderen Technologie um – und landete bei SmartRep und dem Röntgen-Bauteilzählen. Die Bauteile werden dabei nicht durch mechanisches Abspulen, sondern durch Röntgenbild-Analyse gezählt: „Mit mechanischer Zählweise hat es mehrere Minuten gedauert; mit dem Röntgen-Bauteilzähler habe ich in 8 Sekunden ein Ergebnis“, sagt Kempa.


Laufende Inventur

Der Röntgen-Bauteilzähler wird bei Dresden Elektronik zur Zählung von Linienrückläufern eingesetzt: „Bei uns hat sich in der Praxis gezeigt, dass Abwurfraten zu ungenau sind. Denn beim Anspleißen hat man eine gewisse Abfallquote“, erzählt Sascha Kempa. Um Transparenz im Produktionsprozess und Gewissheit über den Lagerbestand zu haben, zählt das Unternehmen deshalb sämtliche Linienrückläufer und macht damit eine laufende Inventur.


Der Röntgen-Bauteilzähler ist aber nicht nur deutlich schneller als das mechanische Gerät, sondern kommt auch bei den Mitarbeitern gut an: „Ich scanne den Barcode, lege die Rolle ein, die Schublade schließt sich und die Röntgenzählung startet – schon habe ich ein Zählergebnis“, erklärt Mandy Strobel, die für die laufende Inventur zuständig ist. Sie zähle nun wirklich jeden Linienrückläufer: „Früher musste ich bei manchen Rollen, die selten verwendet und nur kleine Mengen verbraucht werden, aus Zeitgründen Abstriche machen. Jetzt kann ich wirklich jedes Gebinde zählen, wodurch unser Lagerbestand perfekt dokumentiert ist.“ Neben dieser Kernaufgabe hat Mandy Strobel nun auch Ressourcen frei, den Wareneingang zu unterstützen: „Gerade bei Brokerware kommen die Wareneingangsmitarbeiter zu mir, und wir machen eine Röntgenprüfung zur Mengenverifizierung.“

 

Intuitive Bedienung

„Die Bedienung ist wirklich einfach und intuitiv“, berichtet der Fertigungsleiter. Darin liege auch ein großer Vorteil des Systems: Selbst Mitarbeiter, die wenig Erfahrung mit der Arbeit an Computern haben, könnten das System nach kurzer Einweisung bedienen. Das erleichtere Urlaubsvertretungen ungemein.
 

Drypacks röntgen

Der Fertigungsleiter schätzt auch die Möglichkeit, Drypacks zu prüfen: „Man kann die Materialien einfach im eingeschweißten Zustand einlegen und zählen – das erhöht natürlich die Langlebigkeit, wenn man die Verpackung nicht öffnen muss und beschleunigt das Handling.“ Neben den Bauteilrollen werden auch Stangen und Trays über den Bauteilzähler abgewickelt. Was aber einen wirklichen Mehrwert bietet, ist das kostenlose Add-On, komplette Leiterplatten zu röntgen: „Eine richtige Röntgenanlage liefert natürlich viel präzisere Bilder, aber für einfache Analysen, ist das eine tolle Zusatzfunktion. Dieses Feature nutzen wir häufig, um unseren Kunden ein Röntgenbild ihrer Platine zu zeigen“, so Kempa.



Letztlich sei diese Funktion ausschlaggebend für die Wahl des Herstellers Techvalley gewesen und habe dresden elektronik bei der Produktdemo im Hause SmartRep überzeugt. Die SmartRep GmbH ist der deutsche Distributor des koreanischen Herstellers Techvalley und kümmert sich um Installation und Support der Anlagen: „Wir hatten schon einige Maschineneinbringungen; aber das ist die erste, die wirklich von Anfang an reibungslos funktioniert hat“, lobt Kempa den guten Service von SmartRep.


„Für uns war der Röntgenbauteilzähler angesichts der gestiegenen Materialmengen genau die richtige Entscheidung: Denn selbst mit zwei mechanischen Geräten wäre man langsamer und bräuchte noch eine zweite Arbeitskraft. Dann kommt noch der Mehrwert durch die Zusatzfeatures dazu – da amortisiert sich der Röntgen-Bauteilzähler schnell“, zieht Fertigungsleiter Sascha Kempa ein positives Resümee. Und die Kunden von dresden elektronik haben nun die Sicherheit, dass im Eiltempo geliefert werden kann, weil im Materiallager absolute Transparenz herrscht.

6. März 2026
InoHD™ wurde entwickelt, um eine der größten Herausforderungen in der Elektronikfertigung zu lösen: Platzmangel. Das System macht herkömmliche Lagergänge überflüssig, indem es servoangetriebene, mobile Regalsysteme mit der intelligenten Sensorik- und Pick-to-Light-Technologie von Inovaxe kombiniert.
LEDtronix beschichtet automatisiert mit Coatingsystem von PVA
5. März 2026
Neben der Technik spielt für LEDtronix auch der Service eine zentrale Rolle. Als deutscher Servicepartner von PVA begleitet SmartRep das Unternehmen bei Wartung, Schulung und Support.
Coating als Schutzbeschichtung
3. März 2026
LEDtronix arbeitet bei der Weiterentwicklung zentraler Fertigungsprozesse eng mit SmartRep zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Inspektions- und Beschichtungsprozesse technologisch sauber aufzusetzen.
9. Februar 2026
In der Elektronikfertigung entscheidet nicht die Fehlerbehebung, sondern die Fehlervermeidung über den Erfolg einer Linie. Die SICK AG hat diesen Grundsatz konsequent umgesetzt – mit SPI- und AOI-Systemen von Koh Young in allen sieben SMD-Linien am Produktionsstandort Reute und der Einführung des Koh Young Process Optimizers (KPO). Die SmartRep GmbH sorgte als Distributor in der D-A-CH-Region für die Implementierung der Inspektionssysteme und das Training der Mitarbeiter. Das Ergebnis: eine nachhaltig optimierte Prozessstabilität und massiv reduzierte Fehlerraten. „Nicht den Fehler jagen, sondern auf die Abweichung reagieren“, beschreibt Holger Groksch, Head of Manufacturing SMT bei der SICK AG, das zentrale Leitprinzip. Die Produktionsanforderungen bei der SICK AG verdeutlichen, wie wichtig ein hoher Automatisierungsgrad ist: über 1.500 doppelseitige Leiterplattenvarianten, Losgrößen zwischen 10 und 24.000 Stück, 55 Produktionsaufträge täglich und durchschnittlich 3,5 Linienumrüstungen pro Tag. Durch die vollständige Integration der 3D-SPI-Systeme in alle Linien wurde die reale Fehlerrate auf Leiterplattenebene um rund 60 % gesenkt. Die Systeme liefern dabei nicht nur Messwerte, sondern verwertbare Prozessdaten, die direkt in den Fertigungsregelkreis zurückfließen. Der nächste Optimierungsschritt erfolgte mit der Implementierung von KPO, dem Koh Young Process Optimizer – einem System, das den klassischen Closed Loop deutlich erweitert. „KPO geht über Closed Loop hinaus“, so Holger Groksch. Während Closed Loop lediglich Schablonenposition und Reinigungszyklen optimiert, analysiert KPO den gesamten Druckprozess in Echtzeit und justiert automatisch nach. So werden Schwankungen durch Umweltfaktoren, wie z.B die Änderung der Lotpastenkonsistenz durch Luftkontakt, kompensiert, bevor sie überhaupt zu Defekten führen. Die Einführung von KPO brachte eine zusätzliche Fehlerratenreduktion und senkte die Not-OK-Rate am Post Reflow AOI auf unter 0,5 %. Damit war der geplante ROI von zwölf Monaten bereits nach sieben Monaten erreicht. Ein weiterer Meilenstein war die Zentralisierung der Qualitätsverifikation: Dank einer Pseudofehlerrate unter 7 % kann heute ein Operator die Bedienung einer zentralen Verifizierstation für alle sieben Linien übernehmen und hat noch Ressourcen frei. Über den Post-Reflow-Leitstand werden die AOI-Ergebnisse inline verifiziert, wodurch Abweichungen sofort erkannt und korrigiert werden können. Die Effekte sprechen für sich: < 0,5 % Not-OK-Rate am Post Reflow AOI Deutlich reduzierter Bedieneraufwand Schnellere Durchlaufzeiten durch Wegfall von Nacharbeit Holger Groksch fasst zusammen: „Wenn Lieferant und Kunde gemeinsam Maschinen, Prozesse und Datenstrukturen analysieren und zusammen optimieren und verbessern, entsteht eine echte Win-win-Situation – für Qualität, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.“ Über SICK AG: Die SICK AG mit Hauptsitz in Waldkirch, Deutschland, gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Sensoren, Systemen und Lösungen für die industrielle Automatisierung. Seit ihrer Gründung 1946 steht das Unternehmen für Innovation, Präzision und Qualität und unterstützt Kunden in der Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation dabei, Prozesse effizienter, sicherer und nachhaltiger zu gestalten. Mit über 12.000 Mitarbeitenden weltweit und einem starken internationalen Vertriebsnetz erwirtschaftete SICK 2024 einen Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro.
KI in Koh Young Systemen, AOI, SPI
28. Januar 2026
Mit ePM AI bringt Koh Young eine neue Softwaregeneration auf den Markt, die bewährte Workflows mit KI-gestützten Automatismen kombiniert.
Eine qualitative Umfrage des KI-Spezialisten Xplain Data und der SmartRep GmbH zu KI in der SMD
13. Januar 2026
Eine qualitative Umfrage des KI-Spezialisten Xplain Data und der SmartRep GmbH zeigt den Status der Elektronikfertigung auf ihrem Weg zu Digitalisierung und KI.
SmartRep bestätigt mit dem Kundenfeedback 2025 seine hohe fachliche Leistungsfähigkeit. Bild: KI gen
12. Januar 2026
SmartRep bestätigt mit dem Kundenfeedback 2025 seine hohe fachliche Leistungsfähigkeit in Service, Technik und Schulung.
10. Dezember 2025
Die Weltleitmesse für Entwicklung und Fertigung von Elektronik, die Productronica, war für die SmartRep GmbH erneut ein voller Erfolg. Als Distributor führender Maschinenhersteller präsentierte das Unternehmen in Halle A2 die neuesten Lösungen für moderne Elektronikfertigung – und setzte dabei auf ein Messekonzept, das Technologie und Tradition auf einzigartige Weise verbindet: einen eigenen Biergarten mitten auf der Hightech-Messe. Biergarten als Publikumsmagnet – Innovation trifft Herzlichkeit Warum ein Biergarten auf einer Technologie-Messe? Für SmartRep ist die Antwort klar: Innovation entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen. Der Messestand wurde zum lebendigen Treffpunkt für Kund:innen, Partner und Technologiebegeisterte. Zwischen Weißwurst, Brezen und intensiven Fachgesprächen entwickelte sich der Biergarten zu einem der meistbesuchten Networking-Orte der Halle A2. „Unser Biergartenkonzept war ein Volltreffer“, zieht SmartRep ein positives Fazit. „Hier wurde nicht nur genetzwerkt – hier entstand echte Verbundenheit. Hightech trifft Herzlichkeit: Dieses Motto wurde gelebt.“ Ein besonderes Highlight sorgte zusätzlich für Aufmerksamkeit: Ein Kunde hatte mit SmartRep-CEO Michael Brianda gewettet, in Tracht zur Messe zu erscheinen – und beide hielten Wort. Ein Bild, das die Verbindung aus Bodenständigkeit, Humor und technologischer Spitzenleistung eindrucksvoll einfing. 
Das SmartRep-Team zu Gast bei Fuji in Kelsterbach
von Dr. Julia Traut 31. Oktober 2025
Mit vereinten Kräften in die Zukunft der Elektronikfertigung: Die FUJI EUROPE CORPORATION GmbH und die SmartRep GmbH starten eine Partnerschaft. Der Hanauer Distributor ergänzt sein Portfolio um den FUJI GPX-CII Schablonendrucker und stärkt damit seine Kompetenz am Linienbeginn der SMT-Fertigung. „Das SmartRep-Team möchte seine Service- und Beratungskompetenz im Bereich des Druckprozesses und der Inspektion ausbauen. Mit dem FUJI GPX-CII Drucker, dem KohYoung SPI und der KPO/Closed Loop-Prozesskontrolle nehmen wir nun den Linienbeginn ganzheitlich in den Blick“, erklärt Michael Brianda, CEO von SmartRep. „Das ist eine sinnvolle Ergänzung zu unserem bestehenden Portfolio aus SPI, Reinigungsmedien, Bareboardreinigung und Schablonenreinigungsanlagen. Damit können wir unseren Kunden eine umfassende Prozessberatung bieten.“ FUJI ist weltweit in der Elektronikfertigung für leistungsstarke Bestückungsautomaten sowie innovative, ganzheitliche Linienkonzepte bekannt und verfügt über eine breite Kundenbasis, unter anderem im deutschsprachigen Markt. Durch die neue Kooperation möchten beide Unternehmen nun noch intensiver in das Mid-Range-Segment vordringen – bei EMS-Dienstleistern mit High-Mix-Low-Volume-Produktionsumgebungen. 
15. Oktober 2025
Spannende Fragen und inspirierende Gedanken rund um den SMD-Fertigungsstandort Europa prägten das Q&A für den Escatec-Blog, weshalb wir die Fragen und Antworten hier in der deutschen Übersetzung wiedergeben. Der Originaltext erschien am 2. Oktober 2025 auf dem Escatec-Blog.
Weitere Beiträge